Was ist Gesichtsfeldausfall? Erkennung, Ursachen und Therapie im Überblick

Stell dir vor, du bemerkst plötzlich eine Veränderung in deinem Sehfeld – einige Bereiche erscheinen verschwommen oder sogar unsichtbar. Dies könnte ein Anzeichen für einen Gesichtsfeldausfall sein, ein Phänomen, das für viele Menschen beunruhigend ist.  

Die Relevanz dieses Themas für die Augengesundheit kann nicht genug betont werden. Ein unentdeckter oder unbehandelter Gesichtsfeldausfall kann nicht nur die Lebensqualität erheblich einschränken, sondern auch ein Warnsignal für ernstere Augenerkrankungen sein. Bei Mister Spex steht die Gesundheit deiner Augen an erster Stelle. Deshalb ist es wichtig, Veränderungen im Sehfeld ernst zu nehmen und frühzeitig professionellen Rat einzuholen. Ein umfassendes Verständnis von Skotomen und Gesichtsfeldausfällen ist der erste Schritt, um die eigene Augengesundheit zu schützen und zu erhalten. 

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Was ist ein Gesichtsfeldausfall? 

Das Gesichtsfeld eines Menschen umfasst den gesamten Bereich, den das Auge bei ruhendem Blick wahrnehmen kann. Es erstreckt sich nach vorne und umfasst auch einen großen Teil der peripheren Sicht. Dieses visuelle Feld ist für die alltägliche Orientierung und Interaktion mit unserer Umwelt von zentraler Bedeutung. Es ermöglicht uns, Objekte und Bewegungen um uns herum zu erkennen, ohne dass wir unseren Blick direkt darauf richten müssen. Eine normale Funktion des Gesichtsfelds ist entscheidend für Aufgaben wie Autofahren, Lesen und das Erkennen von Gesichtern, wobei jede Region des Gesichtsfelds spezifische Aspekte der visuellen Wahrnehmung unterstützt. 

Ein Gesichtsfeldausfall, auch als Skotom bekannt, tritt auf, wenn Teile dieses normalen Sehbereichs ausfallen. Dies kann in verschiedenen Formen auftreten: von kleinen blinden Flecken (Skotomen) bis hin zu größeren Bereichen, in denen keine visuelle Wahrnehmung möglich ist. Die Auswirkungen eines Gesichtsfeldausfalls auf die Wahrnehmung können erheblich sein und hängen von der Größe und Position des Ausfalls ab. Bei zentralen Gesichtsfeldausfällen kann die Fähigkeit, Details zu sehen und zu lesen, beeinträchtigt sein, während periphere Ausfälle die allgemeine Orientierung und das Erkennen von Hindernissen im Umfeld erschweren. Ein Gesichtsfeldausfall kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und ist oft ein Symptom für zugrundeliegende Augenerkrankungen oder neurologische Störungen. 

Symptome bei einem Gesichtsfeldausfall 

Ein Gesichtsfeldausfall kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen, die von leichten visuellen Beeinträchtigungen bis zu deutlichen Ausfällen in der Wahrnehmung reichen. Diese Symptome können ein frühes Warnsignal für Augenerkrankungen oder neurologische Probleme sein.  

Symptome eines Gesichtsfeldausfalls umfassen: 

  • Unvollständige Sicht: Teilbereiche des normalen Sehfelds erscheinen verschwommen oder unsichtbar. 

  • Schwierigkeiten bei der räumlichen Orientierung: Probleme bei der Einschätzung von Entfernungen und Positionen von Objekten. 

  • Beeinträchtigung beim Lesen und Autofahren: Probleme, Texte zu erfassen oder sich im Straßenverkehr sicher zu bewegen. 

  • Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern und Objekten: Teilweise oder vollständige Unfähigkeit, Gesichter oder Gegenstände im betroffenen Bereich zu erkennen. 

Spezifische Symptome des Skotoms: 

  • Relative Skotome: Bereiche im Sehfeld, in denen die Sehstärke (Visus) reduziert ist, jedoch nicht vollständig fehlt. Objekte in diesen Bereichen können undeutlich oder verzerrt erscheinen. 

  • Absolute Skotome: Vollständige Blindheit in bestimmten Bereichen des Sehfelds, wobei keine visuelle Wahrnehmung in diesen Zonen möglich ist. 

Geprüft von unserer OptikerinStefanie MüllerStefanie BergerAugenoptikerinAls studierte Optometristin ist Stefanie für die optischen Themen bei Mister Spex verantwortlich. Neben ihrer starken Expertise bei Brillen und Kontaktlinsen ist es sie, die für uns die Augenoptik entzaubert und für jeden verständlich macht.

Ursachen für einen Gesichtsfeldausfall 

Gesichtsfeldausfälle können durch eine Vielzahl von Ursachen hervorgerufen werden, wobei häufige Erkrankungen eine zentrale Rolle spielen.  

Häufige Erkrankungen, die zu einem Gesichtsfeldausfall führen, umfassen: 

  • Glaukom: Eine Augenerkrankung, die durch erhöhten Augeninnendruck verursacht wird und zu Schäden am Sehnerv führen kann, was oft periphere Sehverluste zur Folge hat. 

  • Retinopathie: Schädigung der Netzhaut, häufig verursacht durch Diabetes oder hohe Blutdruckwerte, die zu verschiedenen Arten von Sehstörungen führen kann. 

  • Makuladegeneration: Eine Erkrankung, die den zentralen Teil der Netzhaut betrifft, und vor allem bei älteren Menschen auftritt, was zu einem Verlust der zentralen Sehfähigkeit führt. 

  • Hirntumore oder Schlaganfall: Diese können zu Gesichtsfeldausfällen führen, wenn Bereiche des Gehirns, die für die Verarbeitung visueller Informationen zuständig sind, betroffen sind. 

  • Neurologische Erkrankungen: Zustände wie Multiple Sklerose können ebenfalls das Sehvermögen beeinträchtigen. 

Besondere Fälle wie Migräne und ihre Verbindung zu Gesichtsfeldausfällen: 

  • Migräne mit Aura: Bei dieser Art von Migräne treten vor oder während des Kopfschmerzes visuelle Störungen auf, die sich als vorübergehende Gesichtsfeldausfälle manifestieren können. Diese visuellen Auren sind in der Regel kurzlebig und vollständig reversibel, können aber beängstigend sein und die Lebensqualität beeinträchtigen. 

In jedem Fall ist es ratsam, bei Anzeichen eines Gesichtsfeldausfalls einen Augenarzt oder Neurologen aufzusuchen, um die genaue Ursache zu klären und eine geeignete Behandlung zu erhalten. 

Diagnose und augenärztliche Untersuchungen 

Die Diagnose eines Gesichtsfeldausfalls beginnt typischerweise mit einer ausführlichen Anamnese, bei der der Augenarzt spezifische Fragen zur Art der Sehbeeinträchtigungen und zu möglichen begleitenden Symptomen stellt. Anschließend folgen eine Reihe von augenärztlichen Untersuchungen, um die Ursache des Gesichtsfeldausfalls zu identifizieren. Eine zentrale Untersuchung ist der Gesichtsfeldtest (Perimetrie), bei dem die Grenzen des Sehfelds des Patienten und Bereiche mit Sehverlust erfasst werden. Dabei fixiert der Patient einen Punkt, während Lichtsignale in verschiedenen Bereichen des Gesichtsfelds präsentiert werden. Die Reaktion des Patienten auf diese Signale hilft bei der Ermittlung des Ausmaßes und der Lokalisation des Gesichtsfeldausfalls. 

Weitere wichtige Untersuchungen umfassen die Fundoskopie, bei der der Augenhintergrund, insbesondere die Netzhaut und der Sehnerv, betrachtet wird. Dies gibt Aufschluss über mögliche Schädigungen oder Veränderungen, die zu Gesichtsfeldausfällen führen können. Zusätzlich kann eine optische Kohärenztomographie (OCT) durchgeführt werden, eine bildgebende Untersuchung, die detaillierte Bilder der Netzhautstrukturen liefert. In manchen Fällen können auch bildgebende Verfahren wie ein MRT des Gehirns erforderlich sein, besonders wenn neurologische Ursachen vermutet werden.

Behandlungsmöglichkeiten und Prognose bei einem Gesichtsfeldausfall 

Bei einem Glaukom konzentriert sich die Behandlung auf die Senkung des Augeninnendrucks durch Medikamente oder chirurgische Eingriffe, um weitere Schäden am Sehnerv zu verhindern. Bei diabetischer Retinopathie sind Blutzuckerkontrolle und möglicherweise Lasertherapie entscheidend. Bei Gesichtsfeldausfällen, die durch neurologische Erkrankungen verursacht werden, richtet sich die Behandlung auf die Grunderkrankung. Die Prognose hängt von der Ursache und der Frühzeitigkeit der Diagnose und Behandlung ab. Einige Bedingungen, wie durch Migräne verursachte vorübergehende Gesichtsfeldausfälle, sind in der Regel reversibel, während andere, wie bei fortgeschrittenem Glaukom, zu dauerhaften Verlusten führen können. 

Prävention und langfristige Betreuung umfassen regelmäßige augenärztliche Kontrollen, Anpassung des Lebensstils und, falls notwendig, Rehabilitation, um den Umgang mit dem Gesichtsfeldausfall zu erleichtern und die Lebensqualität zu verbessern. 

Übrigens: Brillen oder Kontaktlinsen sind bei einer Sichtfeldeinschränkung nur bedingt eine Hilfe. Besonders Kontaktlinsen sollten nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt getragen werden, bis die Sehfeldeinschränkung behandelt ist. 

Wann einen Arzt aufsuchen? 

Es ist wichtig, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, sobald Anzeichen eines Gesichtsfeldausfalls bemerkt werden. Zu diesen Anzeichen gehören plötzliche Veränderungen im Sehvermögen, wie das Auftreten von blinden Flecken, verschwommene Bereiche im Sehfeld oder Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung von Bewegungen in der Peripherie. Auch wenn sich diese Symptome langsam entwickeln oder nur zeitweise auftreten, sollte ein Augenarzt konsultiert werden. 

Die Dringlichkeit, einen Arzt aufzusuchen, steigt, wenn der Gesichtsfeldausfall mit anderen Symptomen wie Schmerzen, Kopfschmerzen, Lichtblitzen oder Schatten im Sehfeld einhergeht. Diese könnten Anzeichen für ernsthafte Augenerkrankungen oder neurologische Störungen sein. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um das Risiko dauerhafter Sehschäden oder anderer Komplikationen zu verringern. Das Ignorieren solcher Symptome kann zu einer fortschreitenden Verschlechterung des Sehvermögens und in schweren Fällen zu dauerhaftem Sehverlust führen. Daher ist eine zeitnahe ärztliche Untersuchung unerlässlich, um die Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung einzuleiten. 

Wichtigkeit der Früherkennung und Behandlung von Gesichtsfeldausfall 

Der Gesichtsfeldausfall ist ein komplexes und potenziell ernstes Gesundheitsproblem, das die Lebensqualität signifikant beeinträchtigen kann. Symptome, wie das Auftreten von blinden Flecken oder eingeschränkter peripherer Sicht, dürfen nicht ignoriert werden. Früherkennung und rechtzeitige Behandlung sind entscheidend, da die zugrundeliegenden Ursachen - von Augenerkrankungen wie Glaukom bis hin zu neurologischen Störungen - variieren und spezifische Behandlungsansätze erfordern. Ein regelmäßiger Augencheck ist unerlässlich, besonders für Personen mit Risikofaktoren. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung können weitere Sehverluste oft vermieden oder minimiert und somit die allgemeine Augengesundheit und Lebensqualität erhalten bleiben. Im Anschluss steht Mister Spex mit der passenden Brille oder Kontaktlinsen gerne zur Verfügung. 

FAQ

Gesichtsfeldausfall bezeichnet den Verlust eines Teils des normalen Sehfelds, bei dem bestimmte Bereiche des Sichtfeldes nicht mehr wahrgenommen werden können. 

Ein Gesichtsfeldausfall äußert sich durch blind erscheinende Bereiche im Sehfeld, Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung von Objekten in bestimmten Blickrichtungen oder durch eine eingeschränkte periphere Sicht. 

Ob ein Gesichtsfeldausfall heilbar ist, hängt von der zugrundeliegenden Ursache ab; manche Bedingungen sind behandelbar, während andere zu dauerhaften Sehbeeinträchtigungen führen können. 

Gesichtsfeldausfall kann durch verschiedene Ursachen bedingt sein, darunter Augenerkrankungen wie Glaukom, Netzhauterkrankungen, neurologische Störungen oder auch Durchblutungsstörungen im Gehirn. 

Bei Anzeichen eines Gesichtsfeldausfalls sollte umgehend ein Augenarzt konsultiert werden, um die Ursache zu diagnostizieren und eine geeignete Behandlung einzuleiten. 

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